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Eine Komödie

Edith Nesbit

Du gebotest mir einen Part zu spielen,
Aus einer Komödie Deines eigenen Erfindens.
Du verbatest mir, mein Herz zu befragen,
Ehrlich zu sein, oder kompromißbereit.

Das Spiel war nicht mein Eigenes;
Meine bühneneinstudierte Jugend liegt weit zurück;
Und doch, dachte ich, es wäre schön,
Den Part zu spielen, den Du mir zuwiesest.

Also lernte ich meine Rolle so gut,
Daß, wenn ich sie spiele, Du Dich fragst, ob
Das Schicksal Deinen Scherz nicht mit einem Fluch belehrte,
Das mich an Dich erst recht ewig festband.

Die Wahrheit ist diese: ich wurde so krank,
Beim Meistern der Rolle, die Du mir gabst;
Daß sie jetzt meine Gedanken gnadenlos diktiert,
Und nichts in der Welt kann mich retten!

Zwischen mir und meinem Werk, Dein Gesicht,
In gespenstischer Art und Weise, täglich weilt;
Deine Augen sind für die meinen Heimat geworden,
Deine erträumte Hand läßt meine untätigen Finger erzittern.

In todesblassen Nächten träume ich von Dir,
Von dem, was Dich bewegen könnte, was Dich bewogen hat.
Ah, nein! Es gibt nichts, was Du tun könntest!...
... Es ist ja nicht so, als hätte ich Dich wirklich geliebt.

A Comedy

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